Commerzbank Gemeinschaftskonto – Filialbank mit drei verschiedenen Kontomodellen

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Commerzbank Gemeinschaftskonto
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Kurzfazit: Das Commerzbank Gemeinschaftskonto kann kostenlos geführt werden, wenn der monatliche Mindestgeldeingang von 700 Euro gewährleistet ist. Dafür gibt es ein leistungsstarkes Online-Konto, das gegen einen Aufpreis mit weiteren Features ausgestattet werden kann. Großer Vorteil: Bargeld kann kostenlos an eigenen Automaten, an denen der Cash Group und bei Handelspartnern abgehoben werden.

  • Konditionen
  • Kontoeröffnung
  • Kundensupport

Commerzbank GemeinschaftskontoDas Commerzbank Gemeinschaftskonto ist beliebt bei Privatkunden. Immerhin führen rund 11 Millionen Bundesbürger bei der Bank mit Hauptsitz in Frankfurt am Main ihr Konto. Tatsächlich sind die Girokonten das Kerngeschäft des Geldinstitutes. Dafür hat die Bank auch eine Menge getan. Hier werden modernstes Internet-Banking und Dienstleistungen in einer Filiale miteinander kombiniert. Zahlreiche weitere Finanzprodukte runden das Angebot ab, sodass sich die Commerzbank perfekt als Hausbank eignet.

Ist ein Mindestgeldeingang, der mit 700 Euro monatlich recht moderat angesetzt ist, gewährt, ist das Konto kostenfrei. Ein ausgeklügeltes System erlaubt es zudem, gegen einen Aufpreis das Commerzbank Partnerkonto perfekt auf die eigenen Bedürfnisse anzupassen.

Commerzbank Gemeinschaftskonto im Überblick

Im Bereich Girokonto bietet die Commerzbank drei verschiedene Kontenmodelle an, die jeweils auch als Gemeinschaftskonto genutzt werden können. Die Bank wirbt regelmäßig mit Deutschlands schnellster Kontoeröffnung.

Wenn du dich entscheidest, online das Konto zu eröffnen, ist die Prozedur tatsächlich innerhalb von sieben Minuten abgeschlossen. Alternativ kannst du den Weg über die Filiale wählen.

Neben dem dichten Netz an Filialen können bundesweit kostenlos die Geldautomaten der Cash Group genutzt werden.

Wichtige Eigenschaften und Besonderheiten:

  • Flexible Kontoführung: Das Gemeinschaftsgirokonto kannst du online, telefonisch oder in der Filiale führen.
  • Kontoführungsgebühren: Das digitale Girokonto Basic ist kostenlos bei einem entsprechenden Mindestgeldeingang. Ansonsten verlangt die Bank 9,90 Euro im Monat. Ein Upgrade auf Klassik oder Premium ist zu 4,90, beziehungsweise 12,90 Euro möglich.
  • Mindestgeldeingang: Die Commerzbank verlangt einen Mindestgeldeingang von 700 Euro monatlich, damit die Kontoführung kostenlos ist.
  • Girokarten: Die Girokarte für einen Verfügungsberechtigten ist in den Kontoführungsgebühren enthalten.
  • Kreditkarten: Die Kreditkarte gibt es nicht mehr automatisch zum Konto. Sie wird als klassische Kreditkarte oder Prepaidkarte für 39,90 Euro Jahresgebühren zusätzlich beantragt.
  • Virtuelle Debitkarte: Kostenlos für beide Kontoinhaber ist die virtuelle Mastercard Debit, die auch auf Smartphones und Smartwatches mit den Systemen Google Pay und Apple Pay verwendet werden kann. Der Clou: Die Karte ist auf mehreren Geräten gleichzeitig verwendbar. Wer gerne mobil bezahlt, kann die Kosten für eine physische Kreditkarte einsparen.
  • Bargeldabhebungen: Mit der Girokarte kostenlos an den Automaten der Commerzbank, der Cash Group, Shell Tankstellen und bei Handelspartnern.
  • Bargeldeinzahlungen: An den SB-Automaten der Commerzbank kann kostenlos eingezahlt werden. In der Schalterhalle entstehen mit dem Basic Konto Gebühren, wer ein Upgrade macht, zahlt gratis ein.
  • Banking App: Das Girokonto der Commerzbank lässt sich einfach per App organisieren.
  • Apple Pay und Google Pay: Die virtuelle Debit Karte, die es automatisch zum Konto gibt, erlaubt es, mit Google Pay und Apple Pay zu bezahlen.
  • Startguthaben: Nach drei Monaten aktiver Kontonutzer mit mindestens fünf monatlichen Buchungen über 25 Euro spendiert die Commerzbank Neukunden einen Bonus von 50 Euro.
  • Weiterempfehlung: Wenn Kunden Neukunden werben, belohnt die Commerzbank das mit 100 Euro.
  • Persönlicher Ansprechpartner: In der nächstgelegenen Filiale haben Kunden ihren persönlichen Bankberater.

Für wen ist das Commerzbank Partnerkonto geeignet?

Das Commerzbank Partnerkonto ist in den Tarifen Klassik und Premium nicht an einen Mindestgeldeingang gebunden, weshalb es sich gut als Haushaltskonto neben den privaten Girokonten führen lässt. Paare überweisen dann einfach monatlich ihren Anteil und der Haushalt samt Nebenkosten kann so finanziell transparent organisiert werden.

Die Commerzbank macht keinerlei Einschränkungen, wer dieses Gemeinschaftskonto führen darf. Infrage als Kontoinhaber kommen daher Ehepaare, Lebensgemeinschaften, Lebenspartnerschaften sowie Erbengemeinschaften. Auch eine Wohngemeinschaft kann dieses Partnerkonto als ein WG-Konto oder Familienkonto nutzen.

Die Commerzbank ist eine der wenigen Banken, die das Gemeinschaftskonto auch als UND-Konto anbietet. Wird diese Variante für ein Gemeinschaftskonto gewählt, kann jede Transaktion von beiden Partnern nur zusammen durchgeführt werden. Üblich ist das ODER-Konto, bei dem jeder Verfügungsberechtigte schalten und walten kann, wie er möchte.

  • Ehepaare: Ehepaare können problemlos ein Ehekonto bei der Commerzbank eröffnen. Ein fester Gehaltseingang ist nicht Bedingung.
  • Lebenspaare: Wer zusammenlebt oder sich in einer eingetragenen Partnerschaft befindet, kann vollumfänglich zwischen den Kontenmodellen wählen.
  • Wohngemeinschaften: Sind die beiden Kontoinhaber an der gleichen Adresse mit Hauptwohnsitz gemeldet, kann das Gemeinschaftskonto auch als WG-Konto eröffnet werden.
  • Erbengemeinschaften: Die Möglichkeit, das Gemeinschaftsgirokonto der Commerzbank als UND-Konto zu führen, macht es für Erbengemeinschaften interessant.

Konditionen: Kosten und Gebühren

Konditionsübersicht

Zuletzt überprüft am 01.06.2021. Alle Angaben ohne Gewähr.

Commerzbank LogoKostenloses Girokonto
Basic
Girokonto Basic
+ Extra "Klassik"
Girokonto Basic
+ Extra "Premium"
Kontoführungsgebühr pro Monat0,00 € ab 700 € Geldeingang im Monat, sonst 9,90 €4,90 €12,90 €
Startguthaben+ 50 €+ 50 €+ 50 €
GirocardHauptkarte: 0,00 €
Partnerkarte: 10,00 €
Hauptkarte: 0,00 €
Partnerkarte: 0,00 €
Hauptkarte: 0,00 €
Partnerkarte: 0,00 €
Virtual Debit Card (Mastercard)Hauptkarte: 0,00 €
Partnerkarte: 0,00 €
Hauptkarte: 0,00 €
Partnerkarte: 0,00 €
Hauptkarte: 0,00 €
Partnerkarte: 0,00 €
Physische KreditkarteHauptkarte: 3,50 €
Partnerkarte: 3,50 €
(Mastercard Debit)
Hauptkarte: 0,00 €
Partnerkarte: 0,00 €
(Mastercard Debit)
Hauptkarte: 0,00 €
Partnerkarte: 0,00 €
(PremiumKreditkarten als VISA oder Mastercard nach Wunsch)
Beleglose Buchungen0,00 €0,00 €0,00 €
Beleghafte Buchungen2,50 €0,00 €0,00 €
Schecks2,50 €0,00 €0,00 €
Guthabenzins0,00 % p.a.0,00 % p.a.0,00 % p.a.
Dispozins9,75 % p.a.8,75 % p.a.7,75 % p.a.
Geduldete Überziehung12,25 % p.a.11,25 % p.a.10,25 % p.a.
Verwahrentgeltggf. ab einem Gesamtguthaben von 100.000 € fällt ein Verwahrentgelt von 0,50 % p.a. an
Bargeld abheben (Inland)mit Girocard: kostenfrei an rund 9.000 Geldautomaten der Cash Group + 2,50 € pro Vorgang am Bankschaltermit Girocard: kostenfrei an rund 9.000 Geldautomaten der Cash Group und am Bankschaltermit Girocard: kostenfrei an rund 9.000 Geldautomaten der Cash Group und am Bankschalter
mit Kreditkarte: max. 12 kostenlose Bargeldauszahlungen im Jahr pro Karte
Bargeld abheben (Ausland)mit Kreditkarte: 1,95 % auf den Auszahlungsbetrag, mind. 5,98 € (mit Mastercard Debit / Virtual Debit Card)mit Kreditkarte: 1,95 % auf den Auszahlungsbetrag, mind. 5,98 € (mit Mastercard Debit / Virtual Debit Card)mit Kreditkarte: 25 kostenlose Bargeldauszahlungen im Jahr pro Karte
Bargeld einzahlenkostenfrei an Commerzbank Automaten + 2,50 € pro Vorgang am Bankschalterkostenfrei an Commerzbank Automaten und am Bankschalterkostenfrei an Commerzbank Automaten und am Bankschalter
Mobiles BezahlenApple Pay, Google Pay
Mehr Informationen

1. Kontoführungsgebühren

Die Commerzbank hat bei ihren Kontomodellen einen Relaunch durchgeführt. Das bedeutet, alle Kunden starten mit dem kostenlosen Girokonto Basic, das sie sich ganz nach Belieben aufstocken lassen können. Die Kontoführungsgebühren richten sich dann nach den gewählten Leistungen.

  • Girokonto Basic: keine Kontoführungsgebühren bei Mindestgeldeingang ab 700 Euro monatlich, ansonsten 9,90 Euro im Monat
  • Extra Klassik: 4,90 Euro im Monat
  • Extra Premium: 12,90 Euro im Monat
*Achtung* Mindestgeldeingang: Das Commerzbank Girokonto Basic ist dann kostenlos, wenn jeden Monat mindestens 700 Euro eingehen. Das können Lohn, Gehalt, Sold oder Rente sein. Bleibt der Gehaltseingang aus, berechnet die Bank automatisch für diesen Monat die 9,90 Euro Kontoführungsgebühren. Die müssen auch gezahlt werden, wenn ein Upgrade auf „Extra Klassik“ oder „Extra Premium“ erfolgte, aber der Mindestgeldeingang fehlt. Einen Monat Zeit für die Umstellung haben die Kunden. Die Commerzbank prüft den Mindestgeldeingang erst ab dem zweiten Monat nach der Kontoeröffnung.

2. Girocard und Kreditkarte

Girocard / EC-Karte

Bis zu zwei Verfügungsberechtigte können eine Girocard zu ihrem Commerzbank Gemeinschaftsgirokonto erhalten:

  • Der Kontoinhaber erhält automatisch eine kostenlose Girocard.
  • Zusätzliche Girokarten werden mit einer Jahresgebühr von 10 Euro berechnet. Sofern die zweite Karte nicht in der Kostenpauschale enthalten ist. Hier lohnt es sich, das Kleingedruckte zu lesen, beziehungsweise bei der Commerzbank nachzufragen. Je nach Kontomodell können unterschiedliche Regelungen gelten.
Tipp: Zum kostenlosen „Girokonto Basic“ gehört nur eine Girokarte. Die zweite beläuft sich auf 10 Euro jährlich. Die kann gespart werden, wenn ein Partner mit Smartphone oder Smartwatch via Apple Pay oder Google Pay bezahlt – möglich macht es die gratis virtuelle Kreditkarte für beide.

Virtuelle Kreditkarte (Mastercard)

Bis zu zwei Verfügungsberechtigte erhalten bei jedem Kontomodell der Commerzbank gratis die virtuelle Debit Mastercard. Damit ist es möglich, Apple Pay und Google Pay auch ohne eine klassische, physische Kreditkarte zu nutzen.

Diese virtuelle Karte funktioniert genau wie eine Mastercard Prepaid. Mit dem Unterschied, dass komplett kontaktlos in Geschäften oder im Netz bezahlt wird. Auch Barabhebungen am Geldautomaten sind mit der virtuellen Debitkarte möglich. Abgerechnet wird direkt mit dem Girokonto.

Zu beachten ist, dass diese virtuelle Kreditkarte nur im Zusammenhang mit einem Konto bei der Commerzbank herausgegeben wird. Außerdem müssen die Karteninhaber volljährig sein.

Tipp: Im „Girokonto Basic“ ist weder eine physische Prepaid Karte noch eine klassische Kreditkarte mit Kreditrahmen integriert. Kostenlos ausgegeben wird jedoch die virtuelle Debit Mastercard für beide Kontoinhaber. Die präsentiert sich als extrem alltagstauglich, da sie nicht nur für Einkäufe im Netz, sondern auch mit Apple Pay und Google Pay benutzt werden kann. Wer gerne mobil mit dem Smartphone oder der Smartwatch bezahlt, kann sich die Zusatzkosten für eine physische Kreditkarte auf diese Weise locker sparen. Das gilt auch für die Girokarte, denn die wird im „Basic“-Konto ebenfalls nur einmal ausgegeben. Bezahlt einer der Partner gerne mobil, lassen sich die 10 Euro jährlich für die zweite Girokarte auf diese Weise einsparen.

Physische Kreditkarte

Das Kreditkartensystem der Commerzbank ist gar nicht so leicht auf den ersten Blick durchschaubar, denn welche Karte gibt es eigentlich zum Konto? Gratis im Girokonto “Girokonto Basic” ist nur die virtuelle Mastercard Debit. Eine physische Mastercard Debit ist erst im “Extra Klassik”-Konto inkludiert, das 4,90 Euro im Monat an Kontoführungsgebühren kostet.

Gut zu wissen: Möchten “Girokonto Basic”-Kunden neben der virtuellen Kreditkarte eine Karte in den Händen halten, belaufen sich die Gebühren auf 3,50 Euro monatlich. Hier heißt es dann, gut zu rechnen, ob diese Zusatzoption zum “Basic”-Konto gebucht wird oder ob nicht gleich das “Extra Klassik”-Konto die bessere Wahl ist – denn damit sind beispielsweise Bargeldeinzahlungen und beleghafte Überweisungen grundsätzlich kostenlos – ein Euro mehr im Monat, der unter dem Strich viel sparen kann.

Zwei Premium-Kreditkarten sind im Kontomodell “Extra Premium” inkludiert. Kunden, die das Konto “Basic” oder “Extra” führen, können bei entsprechender Bonität eine Kreditkarte mit Kreditrahmen beantragen. Commerzbank-Kunden haben dabei die Wahl zwischen einer Mastercard oder einer VISA-Card. Beide Anbieter erfreuen sich einer weltweit hohen Akzeptanz.

Mastercard oder Visa zum Gemeinschaftskonto?

Viele Kunden fragen sich, ob sie lieber eine Mastercard oder eine Visa Card wählen sollen. Tatsächlich sind die Unterschiede nicht groß. Bargeld kann bei beiden Anbietern weltweit an rund zwei Millionen Automaten bezogen werden. Gezahlt wird mit der Mastercard an 36 Millionen Akzeptanzstellen in 210 Ländern, bei VISA sind es 38 Stellen in 200 Ländern. Die Sicherheitsstandards sind bei beiden Karten hoch. Ob Master oder VISA bleibt letztendlich dem persönlichen Geschmack überlassen – wichtig sind die Leistungen, die das Kartenpaket der Commerzbank enthält.

Die Preisstruktur der Commerzbank-Kreditkarten im Überblick (Master oder VISA):

  • Visa Classic Kreditkarte: 39,90 Euro im Jahr, Partnerkarte 29,90 Euro
  • Visa Gold Kreditkarte: 99,90 Euro im Jahr, Partnerkarte 79,90 Euro
  • Visa Premium Kreditkarte: inkludiert bei Buchung des „Extra Premium“, Zusatzkarte 59,90 Euro

Es handelt sich bei diesen Kreditkarten um klassische Karten mit Kreditrahmen.

3. Überweisungen

Beleglose Überweisungen, Daueraufträge und Lastschriften im SEPA-Raum können unbegrenzt ausgeführt werden und kosten keinerlei Gebühren. Beleghafte Überweisungen oder Telefonüberweisungen kosten 2,50 Euro pro Stück. Dieser Preis gilt ebenfalls für das Einreichen von Schecks.

Sind die Optionen „Extra Klassik“ oder „Extra Premium“ hinzugebucht, entfallen die Gebühren für beleghafte Überweisungen und die Einreichung von Schecks.

4. Bargeld abheben

In jeder größeren Stadt verfügt die Commerzbank über mindestens eine Filiale, an deren Automaten alle Kunden kostenlos Bargeld abheben können. Die nächstgelegene Filiale lässt sich über den digitalen Filialfinder ermitteln.

Daneben gehört die Commerzbank zur Cash Group. Das bedeutet, mit der Girokarte kann auch gebührenlos an den Automaten der Deutschen Bank, der Postbank und der HypoVereinsbank abgehoben werden.

Tipp: Die Commerzbank gehört zur Cash Group, was es ermöglicht, auch bei Postbank, Deutsche Bank und HypoVereinsbank kostenlos Bargeld abzuheben.

Außerdem können Kunden gratis an etwa 1.300 Shell-Tankstellen in Deutschland und bei weiteren Handelspartnern wie

  • toom, REWE, Aldi Süd, Edeka, Penny, dm Drogerie Markt, netto, Lidl, NORMA, familia, Galeria Kaufhof

abheben. Damit ist eine umfassende gebührenfreie Bargeldversorgung gewährleistet. Bei den Handelspartnern ist ein Mindesteinkaufswert zwischen 5 und 25 Euro zu beachten. Am besten den Wocheneinkauf mit der Barabhebung vom Haushaltskonto verbinden.

Tipp: Nur die Geldautomaten und das Angebot der Handelspartner nutzen. Große Summen, die über das Tageslimit hinausgehen, sollten gut geplant in Einzelabhebungen aufgesplittet werden, um Gebühren zu vermeiden.

Werden Fremdautomaten im In- und Ausland genutzt, fallen Gebühren an. „Extra Premium“-Kunden heben pro Karte 12 Mal gratis im Inland und 25 Mal gratis im Ausland pro Jahr ab.

Gut zu wissen: Wer das Girokonto Basic hat, zahlt bei einer Barabhebung am Schalter 2,50 Euro pro Vorgang an Gebühren.

5. Bargeld einzahlen

In der SB-Halle vieler Commerzbank-Filialen befinden sich Geldautomaten, die allen Kunden eine gebührenfreie Bargeldeinzahlung ermöglichen.

Werden die Einzahlungen in der Schalterhalle vorgenommen, richten sich eventuelle Kosten nach den gebuchten Leistungen. Girokonto Basic-Kunden zahlen pro Vorgang 2,50 Euro. Alle, die sich für ein Upgrade entschieden haben, zahlen am Schalter ohne Gebühren ein.

Tipp: Erfolgen häufig Bargeldeinzahlungen – zum Beispiel aus einem Nebenjob – auf das gemeinsame Konto, sollte die Einzahlung nur am Automaten durchgeführt werden oder Basic Kunden sollten über ein Upgrade auf Klassik nachdenken. Das rechnet sich schon bei zwei Bareinzahlungen pro Monat!

6. Guthabenzinsen und Tagesgeld

„Extra Premium“-Kunden erhalten automatisch ein Tagesgeldkonto bei der Kontoeröffnung. Alle anderen Kontoinhaber haben die Möglichkeit, ebenfalls ohne Kosten ein Tagesgeldkonto bei der Commerzbank zu eröffnen. Hier wird das Guthaben im Gegensatz zum Girokonto verzinst und ist jederzeit verfügbar – ideal, um auf Anschaffungen zu sparen oder Geld für den Urlaub zurückzulegen. Daneben bietet die Commerzbank noch weitere Sparprodukte und ein Wertpapierdepot an.

Gut zu wissen: Das sogenannte Verwahrungsentgelt von 0,5 % p.a. beträgt 250.000 Euro. Für Neukunden wurde dieser Betrag auf 100.000 Euro abgesenkt. Dieses Entgelt wird dann fällig, wenn der Durchschnittsbetrag aller Konten und Einlagen bei der Commerzbank 100.000 Euro im Monat übersteigt.

7. Dispokredit und Kontoüberziehung

Bei entsprechender Bonität ist die Commerzbank bereit, auf dem Gemeinschaftskonto einen Dispokredit einzuräumen. Dessen Höhe richtet sich nach dem Verdienst. Beim Girokonto Basic-Konto beträgt der Zinssatz 9,75 % p.a. – damit liegt die Commerzbank im guten Mittelfeld.

Wer sich für das „Extra Premium“-Konto entschieden hat, kann von einem günstigeren Dispozins von 7,75 % p.a. profitieren. Die Zinsen werden vierteljährlich in Rechnung gestellt.

8. Verwahrungsentgelt

Das Verwahrungsentgelt von 0,5 % wird dann fällig, wenn die Salden von Konten und Einlagen einen gewissen Betrag im Monat überschreiten. Diese Grenze betrug bei der Commerzbank 250.000 Euro, wurde aber für Neukunden jetzt auf 100.000 Euro festgesetzt.

Einlagensicherung

Gehen Banken in Insolvenz, greift der gesetzliche Einlagenschutz. Commerzbank Kunden sind mit bis zu 100.000 Euro abgesichert, in Ausnahmefällen sogar bis 500.000 Euro.

Kontoeröffnung

In jeder Filiale kann das kostenlose Commerzbank Gemeinschaftskonto eröffnet werden. Das neue Commerzbank Konto kann außerdem ganz leicht digital beantragt werden. Die folgenden Schritte sind dafür notwendig:

  1. Online Antrag: Der Antrag wird einfach im Internet ausgefüllt. Benutzername und PIN legen die künftigen Kontoinhaber selbst fest.
  2. Bestätigung: Direkt nach dem Absenden bestätigt die Commerzbank den Eingang des Dokuments.
  3. Identifikation: Mit dem Videoident Verfahren kann die Bestätigung der Identität direkt online erfolgen. Hierzu sind die Personalausweise beider Kontoinhaber notwendig. Alternativ kann die Bestätigung auch in einer Filiale oder mit einem Postident-Coupon erfolgen. Allerdings dauert die Kontoeröffnung dann länger.
  4. Aktivierung der PhotoTAN: Nach etwa ein bis zwei Tagen kommt Post von der Bank. In dem Brief befinden sich die Unterlagen, um das PhotoTAN-Verfahren zu aktivieren. Damit ist das Gemeinschaftsgirokonto vollumfänglich nutzbar.
  5. Weitere Unterlagen: PIN und Girokarte sowie eventuell bestellte Kreditkarten kommen einige Tage später per Post.
Gut zu wissen: Onlinebanking mit dem neuen Commerzbank Paarkonto funktioniert nach ein bis zwei Tagen. Bis mit der Girokarte im Geschäft bezahlt oder Bargeld abgehoben werden kann, dauert es etwa eine Woche.

Alternativen

Wenn der Mindestgeldeingang nicht erfüllt ist, werden die Kontoführungsgebühren bei der Commerzbank durchaus happig. In diesem Fall kann es sinnvoll sein, ein bedingungslos kostenloses Konto bei der Direktbank und Commerzbank-Tochter comdirect zu eröffnen – hier können gratis die Geldautomaten der CashGroup genutzt werden.

Andere Direktbank-Alternativen sind die DKB, die norisbank oder die ING. Wobei auch die norisbank und die ING einen Mindestgeldeingang fordert. Diese Direktbanken verfügen über ähnlich smarte Lösungen für den unkomplizierten kostenfreien Bargeldbezug. Soll es eine Filialbank sein, ist Postbank eine gute Option.

Unser Fazit

Paare, die Dienstleistungen einer Filialbank schätzen, sind bei der Commerzbank grundsätzlich gut aufgehoben. Um jedoch in den Genuss dieser Leistungen zu kommen, sind monatliche Kontoführungsgebühren in Form eines Upgrade auf „Extra Klassik“ oder „Extra Premium“ zu entrichten. Erst dann sind auch die Schaltergeschäfte gebührenfrei. Reicht das digitale „Girokonto Basic“ aus, ist – wie bei den anderen Kontomodellen auch – der Mindestgeldeingang von 700 Euro zu beachten. Hier empfiehlt es sich, das Gehalt eines Partners oder sogar beider auf das Haushaltskonto fließen zu lassen. Fehlt der Mindestgeldeingang wird die Kontoführung mit knapp 10 Euro im Monat relativ teuer.

Besonders positiv schätzen wir die zahlreichen Möglichkeiten ein, kostenlos Bargeld abheben zu können. Neben den eigenen Commerzbank Geldautomaten können auch die ATM der Cash Group genutzt werden. Auch an Shell Tankstellen und bei diversen Handelspartnern kann Bargeld an der Kasse vom Konto abgehoben werden.

Die kostenlose Kreditkarte gibt es nur noch bei einem „Extra Premium“-Konto. Diese Lücke schließt die Commerzbank jedoch durch die virtuelle Debitkarte sowie die Bezahllösungen Apple Pay und Google Pay.

Wir empfehlen die Commerzbank gerne Paaren und Lebensgemeinschaften als Hausbank, da neben modernem Banking auch noch zahlreiche Finanzprodukte zur Verfügung stehen.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

1. Gibt es ein kostenloses Gemeinschaftskonto bei der Commerzbank?

Ja, das Gemeinschaftsgirokonto ist gratis, sofern der Mindestgeldeingang von 700 Euro gewährleistet ist und das Konto ausschließlich digital ohne Filialdienstleistungen geführt wird.

2. Was passiert, wenn ich den Mindestgeldeingang für das kostenlose Commerzbank Gemeinschaftsgirokonto nicht erreiche?

Ab dem zweiten Monat nach der Kontoeröffnung kontrolliert die Bank, ob die 700 Euro erreicht werden. Ist das nicht der Fall, werden in jedem Monat, in dem der Mindestgeldeingang nicht gewährleistet ist, 9,90 Euro Kontoführungsgebühren berechnet.

3. Gibt es Partnerkarten bei der Commerzbank?

Zum Commerzbank „Girokonto Basic“ gehört nur eine Girocard. Die Zweitkarte kostet 10 Euro im Jahr. Kunden, die sich für das „Girokonto Basic“ als Gemeinschaftskonto entscheiden, erhalten jedoch automatisch zwei virtuelle Mastercard Debit, die sich mit Apple Pay und Google Pay nutzen lassen. In den kostenpflichtigen Kontomodellen sind physische Kreditkarten integriert – die Ausgabe ist bonitätsabhängig.

4. Wo kann ich ein Commerzbank Konto eröffnen?

Klassisch führt der Weg in die Filiale, wo der Bankberater gerne die Kontoeröffnung vornehmt. Flexibler, schneller und zeitunabhängig geht es jedoch im Netz. Denn das gemeinschaftliche Girokonto kann komplett online beantragt werden. Neben Übermittlung der notwendigen Daten ist die Videoidentifikation erforderlich. Hierfür wird der Personalausweis der Kontoinhaber benötigt. Binnen von Minuten kann so bequem vom Sofa aus das neue Partnerkonto eröffnet und gleich genutzt werden.

5. Kann ich auch das Postident-Verfahren bei der Commerzbank nutzen?

Nicht jeder kann oder will sich per Videoident bei der Kontoeröffnung legitimieren. Viele Banken und Fintechs haben das Postident-Verfahren, bei dem sich mittels Coupon und Ausweis in einer Postfiliale legitimiert wird, abgeschafft. Nicht so die Commerzbank. Hier haben Kunden die Wahl, wie sie nach dem Kontoeröffnungsantrag fortfahren. Entweder wird das Videoident gestartet oder der Postident-Coupon ausgedruckt. Damit geht es dann zur Postfiliale. Zu beachten ist, dass die Kontoeröffnung via Postident deutlich länger dauert. Denn der Postweg ist einzukalkulieren. Die Erfahrungen mit Postident besagten, dass du mindestens eine Woche Geduld haben musst.

6. Kann ich mein Kontomodell bei der Commerzbank wechseln?

Wer mehr Leistungen von seinem gemeinschaftlichen Girokonto erwartet oder feststellt, doch nicht alle Bestandteile des Kontopakets zu nutzen, kann natürlich jederzeit ein anderes Modell für das Gemeinschaftsgirokonto wählen. Hierfür ist keine Kontokündigung erforderlich, sondern es kann einfach beim Bankberater ein Änderungsantrag gestellt werden.

7. Gibt es ein schufafreies Konto bei der Commerzbank?

Bei der Kontoeröffnung wird automatisch eine Schufaabfrage durchgeführt. Bei Problemen hast du die Möglichkeit, für 6,90 Euro pro Monat ein Bankkonto ohne Schufa auf Guthabenbasis zu führen. Dieses Basiskonto gibt es auch als gemeinschaftliches Bankkonto.

8. Gibt es Partnerkarten beim Commerzbank Gemeinschaftskonto?

Bis zu zwei Girokarten können zu einem Commerzbank Gemeinschaftskonto ausgegeben werden. Wer zusätzlich eine Kreditkarte möchte, kann diese bei der Bank beantragen. Zur Wahl stehen mehrere Kartenmodelle mit Kreditrahmen. Wird eine Partnerkreditkarte beantragt, ist diese etwas günstiger. Daneben ist auch eine Prepaid-Kreditkarte erhältlich.

9. Hat die Commerzbank einen Kontowechselservice?

Kunden können den Kontoumzug ganz einfach bei der Kontoeröffnung beantragen. Dieser Service ist kostenfrei. In 10 Minuten ist das alte Konto auf die Bankverbindung bei der Commerzbank umgezogen.

10. Kann ich mein Commerzbank Gemeinschaftskonto in ein Einzelkonto umwandeln?

Ob eine Bank ein Gemeinschaftskonto in ein Einzelkonto umwandelt, liegt in deren Ermessen. Notwendig werden kann die Umwandlung beispielsweise nach einer Trennung oder einer Scheidung. In der Vergangenheit hat die Commerzbank auf den Wunsch nach Umwandlung sehr kulant reagiert. Nach Rückfrage hat sich jedoch herausgestellt, dass eine Umwandlung nicht möglich ist. Das Gemeinschaftsgirokonto wird aufgelöst. Du kannst direkt ein Einzelkonto eröffnen, aber das erhält eine neue IBAN. Im Prinzip also so, als ob du ein neues Girokonto eröffnest. Wunderbar, wenn dir das Angebot der Commerzbank zusagt. Denkst du aber, es ist Zeit, die Bank zu wechseln, kannst du einmal in unserem Vergleich noch nach anderen Angeboten schauen.

11. Kann ich mein Einzelkonto bei der Commerzbank in Gemeinschaftskonto umwandeln?

Aus eins mach zwei? Wenn du darüber nachdenkst, dein Einzelkonto in ein Partnerkonto umzuwandeln, macht das die Commerzbank nicht möglich. Du kannst deinem Partner natürlich eine Kontovollmacht ausstellen. Damit ist der Vollzugriff auf dein Konto möglich. Soll es jedoch das gemeinsame Konto mit zwei gleichberechtigten Inhabern sein, musst du ein neues Konto eröffnen, beziehungsweise erhältst eine neue IBAN für das Gemeinschaftskonto. Selbstverständlich ist es ebenfalls möglich, dass du dein Einzelkonto behältst und ein neues Partnerkonto zusätzlich eröffnest. Viele Paare handhaben es so, dass jeder sein eigenes Konto behält und eines zusammen für die alltäglichen Ausgaben geführt wird.

12. Wie kann ich mein Gemeinschaftskonto bei der Commerzbank kündigen?

Zu jedem beliebigen Zeitpunkt kann das Commerzbank Partnerkonto von beiden Kontoinhabern zusammen schriftlich gekündigt werden. Beachte, dass diese Bankverbindung keine Schulden aufweisen darf.

13. Kann ich das Gemeinschaftskonto bei der Commerzbank auch alleine kündigen?

Bei einem Gemeinschaftskonto sind beide Kontoinhaber gleichberechtigt. So wie zur Kontoeröffnung beide ihr Einverständnis geben müssen, verhält es sich auch bei der Kündigung. Das Konto wird nur gelöscht, wenn beide Inhaber unterschreiben. Das kann bei hoch strittigen Trennungen zum Problem werden. Wir empfehlen in diesem Fall, mit dem Bankberater Rücksprache zu halten. Der kann dem Ex-Partner das Kontoauflösungsformular per Post senden. Wird das unterschrieben, ist die Kündigung kein Problem.

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Seba

2. Girocard & Kreditkarten

Jeder Kontoinhaber erhält zum Commerzbank Gemeinschaftskonto automatisch eine Girokarte. Die ist als kostenlose Debitkarte konzipiert und ermöglicht kontaktloses Bezahlen und natürlich den Bargeldbezug an Geldautomaten.

Das stimmt nicht. Nur eine Girokarte pro Konto inklusive.

Peter Fromm

„Die virtuelle Debitkarte ist hingegen für beide Partner kostenlos.“
Das gilt nur für den Fall, dass auch eine Girokarte vorhanden ist, soweit ich weiß.
Und daher sollte man keine zwei virtuelle Debitkarten für Apple Pay erhalten, wenn nicht auch 2 Girokarten vorhanden sind…

Gerhard Andres

Hallo,
ich habe kürzlich bei der Commerzbank ein kostenloses Girokonto eingerichtet (online Auftrag *VERBORGEN*). Kann dieses Konto auf ein gemeinsames Konto mit meiner Ehefrau erweitert werden oder muss ich mein Einzelkonto kündigen und ein gemeinsames Ehepartnerkonto neu beantragen?

susi

Die Commerzbank wandelt kein Gemeinschaftskonto in ein EInzelkonto um.

susi

Dies habe ich selbst bei der Commerzbank nachgefragt und daher steht hier auf der Seite eine falsche Information. Die Commerzbank sagt, dass sie seit längerem keine Umwandlung von Gemeinschaftskonto zu einem EInzelkonto mehr durchführen.