Haushaltskonto eröffnen: Welches Girokonto für den Haushalt ist das Beste?

2 17.971

Ein Haushaltskonto zu eröffnen ist mehr als nur sinnvoll. Damit können Paare und Wohngemeinschaften gemeinsame Ausgaben wie Miete, Nebenkosten, Anschaffungen und Kosten für den Lebensunterhalt unkompliziert verwalten. Die Führung eines klassischen Haushaltsbuches und das Sammeln von Belegen ist nicht mehr notwendig. Geführt wird das gemeinsame Haushaltskonto neben dem individuellen privaten Giro- oder Gehaltskonto. Doch was muss bei der Kontoeröffnung beachtet werden und welche Banken bieten ein Haushaltskonto an?

In diesem Beitrag erfährst du alles Wissenswerte rund um das Haushaltskonto und wir verraten dir, wo du das beste Haushaltskonto kostenlos eröffnen kannst.

Unser TippLeistungen & Besonderheiten
DKB Logo
DKB
Kostenloses Girokonto

  • Kostenlose Kontoführung – auch ohne monatlichen Geldeingang

  • Bestens geeignet als WG-Konto für Wohngemeinschaften

  • 2 kostenlose DKB Visa Debitkarten

  • Günstiger Dispozins von 7,18 % p.a. und mit dem Aktivstatus nur 6,58 % p.a.

  • Kostenlos Geld abheben mit der Visa Debitkarte in Deutschland und im Euroraum

  • Kostenlos bezahlen mit der Visa Debitkarte in Deutschland und im Euroraum

  • Mit dem Aktivstatus weltweit gratis bezahlen und Geld abheben

  • Nachhaltige und soziale Projekte in Deutschland unterstützen

  • Mit Online-Kontowechselservice in weniger als 10 Minuten wechseln

  • Kontaktlos bezahlen mit Apple Pay oder Google Pay


Haushaltskonto Vergleich: 12 Girokonten für den Haushalt im Überblick (04/2022)

In unserem Haushaltskonto Vergleich findest du die Konditionen und Besonderheiten der einzelnen Anbieter gelistet und erfährst zudem, welche Dienstleistungen gratis sind und ab wann Gebühren anfallen. Bei einigen Banken kannst du das gemeinsame Haushaltskonto komplett kostenlos führen.

Nr.Bank / AnbieterGrundpreis
pro Monat
Prämie /
Aktion
KartenBesonderheitenMehr Infos

Kostenlos ohne Bedingungen

1. DKB Logo
DKB
Kostenloses Girokonto

Empfehlung ohne Geldeingang
0,00 €keineGirocard:
1. Karte: 0,99 € mtl.
2. Karte: 0,99 € mtl.

Kreditkarte (Debit):
1. Karte: 0 €
2. Karte: 0 €

  • Kontoführung: kostenlos (ohne Bedingungen)

  • Visa Debitkarten: 2 Karten gratis

  • Bargeld abheben (Deutschland/EWR): gratis

  • Bargeld abheben (weltweit): gratis mit Aktivstatus, ab 700 € Geldeingang im Monat

  • Bargeld einzahlen: gratis an den DKB-Einzahlautomaten

  • Dispo: 7,18 % bzw. 6,58 % p.a.

  • Mobiles Bezahlen: Apple Pay, Google Pay

Kostenlos unter Bedingungen

2. comdirect Logo
comdirect
Girokonto

Empfehlung mit Geldeingang
0,00 €
in den ersten 6 Monaten, dann ab 700 € Geldeingang im Monat, sonst
4,90 € mtl., für alle unter 28 Jahren kostenlos
6 Monate kostenlosGirocard:
1. Karte: 0 €
2. Karte: 0 €

Kreditkarte:
1. Karte: 0 €
2. Karte: 0 €

  • Kontoführung: kostenlos ab 700 € Geldeingang im Monat, dauerhaft kostenlos für alle unter 28 Jahren, sonst 4,90 € mtl.

  • Partnerkarten: gratis

  • Geld abheben: Girocard: gratis ab 50 € an Cash Group-Automaten, Shell Tankstellen; VISA: weltweit gratis an VISA-Automaten

  • Bargeld einzahlen: 3x gratis im Jahr, dann 4,90 € für jede Einzahlung

  • Dispo: 6,5 % p.a.

  • Mobiles Bezahlen: Apple Pay, Google Pay

3. Norisbank Logo
norisbank
Top-Girokonto
0,00 €,
ab 500 € Geldeingang im Monat & für alle unter 21 Jahren, sonst 3,90 € mtl.
50 € Prämie
(bis 31.03.2022)
Girocard:
1. Karte: 0 €
2. Karte: 0 €

Kreditkarte:
1. Karte: 0 € im 1. Jahr, dann 24 € jährlich
2. Karte: 24 €

  • Kontoführung: kostenlos ab 500 € Geldeingang im Monat, dauerhaft kostenlos für alle unter 21 Jahren, sonst 3,90 € mtl.

  • 50 € Prämie (bis 31.03.2022)

  • 2x Girocards gratis

  • Bargeld einzahlen: gratis in den Deutsche Bank Filialen

  • Dispo: 10,85 % p.a.

  • Mobiles Bezahlen: Apple Pay

4. Commerzbank Logo
Commerzbank
Girokonto
0,00 €,
ab 700 € Geldeingang im Monat, sonst 9,90 € mtl.
50 € PrämieGirocard:
1. Karte: 0 €
2. Karte: 10 €

Kreditkarte (virtuell):
1. Karte: 0 €
2. Karte: 0 €

  • Kontoführung: kostenlos ab 700 € Geldeingang im Monat, sonst 9,90 € mtl.

  • 50 € Prämie (bis 06.01.2022)

  • Bargeld abheben: gratis

  • Bargeld einzahlen: gratis

  • Dispo: 9,75 % p.a.

  • Mobiles Bezahlen: Apple Pay, Google Pay

5. 1822direkt Logo
1822direkt
1822MOBILE
0,00 €,
ab einem monatlichen Geldeingang von 0,01 €, sonst 1,90 € mtl.
25 € Prämie
(bis 04.04.2022)
Girocard:
1. Karte: 0 €
2. Karte: 0 €

Kreditkarte:
wird nicht angeboten

  • Kontoführung: kostenlos ab einem monatlichen Geldeingang von 0,01 €, sonst 1,90 € mtl.

  • gratis Debitkarten für beide Kontoinhaber

  • 25 € Prämie (bis 04.04.2022)

  • Dispo: 7,17 % p.a.

  • Mobiles Bezahlen: Apple Pay, Google Pay

6. Postbank Logo
Postbank
Giro start direkt
0,00 €,
für alle jungen Menschen von 7 bis 22 Jahren
keineGirocard:
1. Karte: 0 €
2. Karte: 6 €

Kreditkarte:
1. Karte: 0 €
2. Karte: 0 €

  • Kontoführung: kostenlos ohne Mindestgeldeingang, dauerhaft kostenlos für alle unter 22 Jahren

  • kostenlose VISA Card im 1. Jahr (dann 29 €)

  • 6.000 Filialen mit persönlichen Ansprechpartnern

  • Bargeld abheben: gratis

  • Bargeld einzahlen: gratis

  • Dispo: 10,55 % p.a.

  • Mobiles Bezahlen: Apple Pay, Google Pay

7. 1822direkt Logo
1822direkt
Girokonto Klassik
0,00 €,
ab 700 € Geldeingang im Monat, sonst 3,90 € mtl.
75 € Prämie
(bis 04.04.2022)
Girocard:
1. Karte: 0 €
2. Karte: 0 €

Kreditkarte:
1. Karte: 30 €
2. Karte: 30 €

  • Kontoführung: kostenlos ab mind. 700 € Geldeingang im Monat, sonst 3,90 € mtl.

  • 75 € Prämie (bis 04.04.2022)

  • Girocard: 2 Debitkarten gratis

  • Dispo: 7,17 % p.a.

  • Mobiles Bezahlen: Apple Pay, Google Pay

8. ING Logo
ING
Girokonto
0,00 €,
ab 700 € Gehaltseingang im Monat & für alle unter 28 Jahren, sonst 4,90 € mtl.
keineGirocard:
1. Karte: 0 €
2. Karte: 0 €

Kreditkarte:
1. Karte: 0 €
2. Karte: 0 €

  • Kontoführung: kostenlos ab 700 € Geldeingang im Monat, dauerhaft kostenlos für alle unter 28 Jahren, sonst 4,90 € mtl.

  • Partnerkarten: gratis

  • Dispo: 6,99 % p.a.

  • Mobiles Bezahlen: Apple Pay, Google Pay

9. Postbank Logo
Postbank
Giro extra plus
0,00 €,
ab 3.000 € Geldeingang im Monat, sonst 10,90 € mtl.
keineGirocard:
1. Karte: 0 €
2. Karte: 6 €

Kreditkarte:
1. Karte: 0 €
2. Karte: 0 €

  • Kontoführung: kostenlos ab 3.000 € Geldeingang im Monat, sonst 10,90 € mtl.

  • kostenlose VISA Card im 1. Jahr (dann 29 €)

  • 6.000 Filialen mit persönlichen Ansprechpartnern

  • Bargeld abheben: gratis

  • Bargeld einzahlen: gratis

  • Dispo: 10,55 % p.a.

  • Mobiles Bezahlen: Apple Pay, Google Pay

Kostenpflichtige Gemeinschaftskonten

10. Postbank Logo
Postbank
Giro plus
4,90 €keineGirocard:
1. Karte: 0 €
2. Karte: 6 €

Kreditkarte:
1. Karte: 0 €
2. Karte: 0 €

  • Kontoführung: 4,90 € mtl.

  • kostenlose VISA Card im 1. Jahr (dann 29 €)

  • 6.000 Filialen mit persönlichen Ansprechpartnern

  • Bargeld abheben: gratis

  • Bargeld einzahlen: gratis

  • Dispo: 10,55 % p.a.

  • Mobiles Bezahlen: Apple Pay, Google Pay

11. bunq Logo
bunq
Premium
7,99 € mtl. + 2,99 € mtl.keineKarten:
bis zu 3
Karten (Maestro & Mastercard) und
einer Metal
Card ist
kostenlos
enthalten

  • Kontoführung: 7,99 € mtl. zzgl. 2,99 € mtl.

  • Kontoführung per Smartphone

  • 30 Tage kostenlos und unverbindlich testen

  • Konto mit Nachhaltigkeit

  • 25 Unterkonten sind inklusive

  • Dispo: –

  • Mobiles Bezahlen: Apple Pay, Google Pay

12. bunq Logo
bunq
Premium SuperGreen
16,99 € mtl. + 2,99 € mtl.keineKarten:
bis zu 3
Karten (Maestro & Mastercard) und
einer Metal
Card ist
kostenlos
enthalten

  • Kontoführung: 16,99 € mtl. zzgl. 2,99 € mtl.

  • 30 Tage kostenlos und unverbindlich testen

  • Kontoführung per Smartphone

  • Konto mit Nachhaltigkeit

  • 25 Unterkonten sind inklusive

  • Dispo: –

  • Mobiles Bezahlen: Apple Pay, Google Pay

Hinweis nach § 18 Abs. 6 Zahlungskontengesetz: Bitte beachte, dass dieser Vergleich keinen kompletten Marktüberblick darstellt.

Inhaltsverzeichnis: Haushaltskonto

Bestes Haushaltskonto 2022: Unsere Empfehlungen

Die Auswahl an Konten auf dem Markt ist groß. Als wir unseren Vergleich erstellt haben, sind uns zwei Angebote aufgefallen, die wir dir vorstellen wollen.

1. comdirect Girokonto

comdirect Logo Die comdirect ist eine Tochter der Commerzbank und ermöglicht eine kostenlose Kontoführung. Ein Mindestgeldeingang ist nicht vorgeschrieben.

Auch der Bargeldbezug ist hervorragend geregelt, denn du kannst an den Automaten der Commerzbank sowie der Cash Group (Deutsche Bank, Postbank, HypoVereinsbank) und Shell Tankstellen gratis ab 50 Euro abheben.

Mit der zum Konto gehörenden Kreditkarte kommst du weltweit an Bargeld. Einzahlungen sind dreimal im Jahr gebührenfrei möglich, für jede weitere Einzahlung fallen 2,90 € an Gebühren an.

Jeder Partner erhält Giro- und Kreditkarte. Tagesgeldkonto und Depot können zusätzlich gebührenfrei eröffnet werden.

2. norisbank Top-Girokonto

norisbank Logo Ohne Kontoführungsgebühren und ohne weitere Bedingungen wie Mindestgeldeingang kommt auch das Haushaltskonto der norisbank aus.

Beide Partner erhalten jeweils gratis eine Giro- und eine Kreditkarte. Damit kann kostenlos Bargeld an den Automaten der Cash Group sowie bei diversen Handelspartnern bezogen werden.

Mit der Mastercard ist ein weltweiter Bargeldbezug garantiert. Die Bargeldeinzahlung ist bei der Deutschen Bank möglich.

Ein kostenloses Tagesgeldkonto und ein Depotkonto können eingerichtet werden. Besonders attraktiv für junge Paare: Angebote zum Bausparen.

Haushaltskonto: Die wichtigen Grundlagen einfach erklärt

Was ist ein Haushaltskonto?

Das Haushaltskonto ist ein normales Girokonto. Die meisten nutzen es als Zweitkonto zu ihrem regulären Gehaltskonto. Beglichen werden davon alle Kosten rund um den Haushalt und Lebensunterhalt wie Miete, Nebenkosten, Ratenzahlungen für gemeinsame Anschaffungen, Versicherungen und Einkäufe.

Da es sich bei diesem Gemeinschaftskonto um ein normales Girokonto mit zwei statt einem Kontoinhaber handelt, kann es bei fast jeder Bank eröffnet werden.

Wie sich in unserem Haushaltskonto Test gezeigt hat, gibt es jedoch hier erhebliche Preisspannen. Bei vielen Direktbanken ist es möglich, ein kostenloses Gemeinschaftskonto zu eröffnen.

Gemeinsames Haushaltskonto: Wer profitiert davon?

Grundsätzlich richtet sich das Angebot dieses Bankkontos an alle, die gemeinsam ihr Leben oder eine Wohnung teilen. Nicht nur Ehepaare, sondern auch eingetragene Lebenspartnerschaften und Paare, die ohne Trauscheine zusammenleben, können von einem gemeinsamen Haushaltskonto profitieren.

Daneben eignet sich ein Haushaltsgirokonto auch für Wohngemeinschaften. Denn mit einem WG-Konto ist es praktisch, alle Ausgaben einer Wohngemeinschaft transparent aus einer Hand zu begleichen.

Die meisten Banken beschränken das Führen eines Haushalts-Girokontos auf zwei Kontoinhaber. Ist die WG größer, können jedoch für die übrigen Mitbewohner Vollmachten erteilt werden.

Bis auf wenige Ausnahmen setzen die Banken voraus, dass alle Kontoinhaber unter derselben Adresse mit ihrem Hauptwohnsitz gemeldet sind. Ein Gemeinschaftskonto ohne gemeinsamen Wohnsitz haben allerdings nur wenige Banken in ihrem Produktportfolio.

Was kostet ein Haushaltskonto?

Kurz gesagt, ein Haushaltskonto kostet dich genau das, was du bereit bist, dafür auszugeben. Wie du unserer Vergleichstabelle entnehmen kannst, beträgt bei vielen Direktbanken der Grundpreis 0 Euro im Monat – dazu gibt es Girocard und Kreditkarte. Du zahlst weder etwas für Überweisungen noch für Abhebungen an Geldautomaten von Partnerbanken, bei Handelspartnern oder an Tankstellen.

Entscheidest du dich nicht für eines dieser Angebote, zahlst du zwischen 3 und 15 Euro monatlich durchschnittlich für die Kontoführungsgebühren.

Hinweis: Einige Angebote sind nur dann gratis, wenn du einen Mindestgeldeingang oder sogar einen Gehaltseingang in einer bestimmten Höhe nachweisen kannst!

Tipp: Fordert eine Bank von dir einen Mindestgeldeingang für die kostenlose Kontoführung, kann einer von euch einfach sein Gehalt auf dieses Konto überweisen lassen.

Kostenloses Haushaltskonto: Wird das angeboten?

Wir sind ehrlich: Wenn du zur nächsten Filialbank gehst, weil du in einer Beziehung bist und nun die Zeit für eine gemeinsame Wohnung und damit eine neue Art der Finanzorganisation gekommen ist, wird man dir zwar ein günstiges Girokonto anbieten. Doch dieses Gemeinschaftskonto ist in der Regel nicht gratis. Das bedeutet, du wirst Kontoführungsgebühren zahlen.

Anders sieht das aus, wenn du dich für das Angebot von einer Direktbank entscheidest. Hier gibt es erfreulich viele Angebote, bei denen das gemeinsame Haushaltskonto sogar bedingungslos ohne Mindestgeldeingang kostenlos ist. Das bedeutet, du sparst nicht nur Kontoführungsgebühren, sondern überweist und hebst gratis Bargeld ab, profitierst von einer kostenlosen Girocard und häufig sogar von einer Kreditkarte auf Guthabenbasis. Die Kontenverwaltung führst du unkompliziert online durch – entweder am PC oder per App.

Tipp: Wenn du dir nicht ganz sicher bist, ob ein gemeinsames Konto passend für deine Partnerschaft ist, hast du die Möglichkeit, deinem Partner eine Karte für dein Girokonto ausstellen zu lassen.

Haushaltskonto eröffnen: Die Kontoeröffnung

Ein gemeinsames Konto für den Haushalt müssen beide Paare zusammen eröffnen. So gehst du vor:

  1. Passendes Angebot aus unserem Haushaltskonto Vergleich heraussuchen.
  2. Internetseite der Direktbank oder die Banking App herunterladen.
  3. Gewünschtes Kontomodell wählen.
  4. Deine Daten und die des Partners eingeben.
  5. Schnelles Videoident-Verfahren starten. Dazu werden die Personalausweise benötigt. Alternativ: Identifikation in einer Postfiliale.
  6. Auf die Kontoeröffnung warten – das dauert nur wenige Minuten bis Stunden. Die Zugangsdaten kommen per Mail, das Konto ist sofort einsatzbereit.
  7. Wenige Tage später kommen Karten und weitere Unterlagen per Post.

Haushaltskonto-Nutzung: So nutzt du dein Konto für den Haushalt richtig

Wie funktioniert ein Konto für den Haushalt?

Zwischen einem Haushaltskonto und einem Gemeinschaftskonto kann es Unterschiede geben, demnach wie ein Paar seine Finanzen organisiert.

Manche Paare entscheiden sich nur für ein gemeinsames Konto, auf das jeder sein Gehalt gehen lässt und von dem alle Ausgaben gezahlt werden. Andere rechnen die gemeinsamen Kosten für jeden Monat aus und überweisen den jeweiligen Betrag dann von ihren Gehaltskonten auf das Haushaltskonto. Grundsätzlich gilt:

  • Mit einem Haushaltskonto lassen sich die Finanzen in einer Beziehung, Partnerschaft oder einer Wohngemeinschaft fair organisieren.
  • Jeder der beiden Kontoinhaber ist gleichberechtigt und kann auch alleine auf das Konto zugreifen.
  • Sämtliche Ausgaben werden kompakt erfasst, sodass immer Überblick herrscht.
  • Mit einem Haushaltskonto lässt sich auch auf Anschaffungen sparen.
  • Werden zu einem Haushalts-Konto Tagesgeldkonto und Depotkonto zusätzlich genutzt, kann diese Methode auch zum Vermögensaufbau in einer Beziehung genutzt werden.
  • Auch wenn keiner gerne darüber nachdenkt: Selbst Trennungen laufen mit einem Haushaltskonto fairer ab.

Gemeinsames Haushaltskonto: wer zahlt was ein?

Es gibt verschiedene Modelle, wie ein Haushaltskonto organisiert werden kann. Wir stellen einige Ideen vor.

1. Haushaltskonto in der Partnerschaft

Das Gute am Haushaltskonto: Jedes Paar ist damit frei seine Finanzen so zu organisieren, wie es seinem Lebensstil entspricht. Am Anfang steht die Absprache: Sollen nur die realen Nebenkosten für Miete & Co. bezahlt werden? Oder gehen vom Haushaltskonto auch die Lebensmittel, Rücklagen für Anschaffungen, Urlaub und Ratenzahlungen ab?

Wer mit der Kontoeröffnung alles offen kommuniziert und organisiert, vermeidet Auseinandersetzungen und Diskussionen, wer mehr und wer weniger bezahlt hat.

Die folgenden Modelle sind denkbar:

  • Verdient in der Partnerschaft einer alleine, wird das Haushaltsgeld auf das gemeinsame Konto überwiesen.
  • Wenn beide über ein in etwa gleich hohes Gehalt verfügen, kann jeder die Hälfte der Kosten von seinem Gehaltskonto auf das Haushaltskonto überweisen.
  • Gibt es deutliche Unterschiede im Verdienst, werden die Anteile ausgerechnet. So kann beispielsweise ein Partner 70 % des gemeinsamen Haushaltsbudgets überweisen, der andere 30 %.

Wichtig: Setz dich vorab mit deinem Partner zusammen und rechne alle Posten durch, die auf das Haushaltskonto gehen sollen. Es kostet sonst nur Zeit und Nerven, wenn immer wieder Geld überwiesen werden muss, weil das Konto nicht mehr gedeckt ist.

2. Haushaltskonto für die WG

In einer WG geht es gleichberechtigt zu. Das bedeutet, jeder Mitbewohner zahlt die Miete für sein Zimmer und den Anteil an den Nebenkosten für Heizung, Strom, Telefon und Hausnebenkosten. Der Rest ist Absprache.

Manche Wohngemeinschaften kaufen Grundnahrungsmittel gemeinsam ein, andere leisten sich eine Reinigungskraft oder unterhalten einen Sparstrumpf.

Wichtig: Gehen die monatlichen Überweisungen auf das WG-Haushaltskonto über Miete und Nebenkosten hinaus, ist es wichtig, den jeweiligen Anteil und seine Verwendung transparent zu kommunizieren – das vermeidet Streit.

Was dir ein Haushaltskonto bieten muss!

Die einzelnen Filial- und Direktbanken bieten unterschiedliche Dienstleistungen und Serviceangebote rund um ein gemeinsames Haushalts-Bankkonto an.

Nicht alle Angebote sind für jeden passend, daher hilft es vorab, sich darüber klarzuwerden, was ein Konto bieten muss, damit es nach dem Haushaltskonto eröffnen keine bösen Überraschungen gibt. Grundsätzlich bieten alle Banken zwei gebührenfreie EC- oder Girokarten an. Weitere wichtige Punkte:

1. Kontoführungsgebühr

Ein gemeinsam geführtes Haushaltskonto muss die Kasse durch die Kontoführungsgebühr nicht noch zusätzlich belasten. Wer nicht auf die Serviceleistungen in einer Filialbank angewiesen ist, kann von einem gratis Konto bei vielen Direktbanken profitieren.

2. Anzahl der Kontoinhaber

In einer Ehe oder Lebensgemeinschaft reicht es aus, wenn beide Partner über das Partnerkonto oder Ehekonto verfügen können. Anders stellt sich die Situation in einer Familie oder einer WG dar.

Die Anzahl der Banken, die ein Gemeinschaftskonto für mehr als zwei Kontoinhaber anbietet, ist relativ überschaubar. Alternativ ist es jedoch immer möglich, dass zwei Kontoinhaber eine Vollmacht für weitere Personen einrichten.

3. Mindestgeldeingang

Während einige Banken keinen Mindestgeldeingang pro Monat voraussetzen, ist bei anderen Finanzdienstleistern eine bestimmte Summe Pflicht. Erst ab einem gewissen Betrag haben Kunden dann beispielsweise Zugang zu verschiedenen Serviceleistungen oder günstigeren Kreditkartenkonditionen.

Das Problem kann leicht gelöst werden, indem einer der Partner sein Gehalt auf das Haushaltskonto gehen lässt oder regelmäßig ein Teil davon überwiesen wird.

4. Kreditkarte

Ein Gemeinschaftskonto wird fast immer mit einer Kreditkarte angeboten, allerdings kannst du dieses Angebot auch ablehnen. Während der Kontoeröffnung wirst du gefragt, ob du diese Option wünschst. Manchmal bieten Banken nur eine Prepaid-Kreditkarte an, was bedeutet, du kannst mit der Karte nicht über mehr Guthaben verfügen als sich auf dem Gemeinschaftskonto befindet.

Bei anderen besteht die Wahl zwischen klassischen Kreditkarten und dem Prepaid-Modell. Bei der Kontoeröffnung solltest du zudem darauf achten, ob Kreditkarten dauerhaft gratis bleiben oder ob du für diese Serviceleistung einen bestimmten Mindestumsatz tätigen musst.

Ein Vorteil, den einige Banken bieten, ist der weltweit gebührenloser Bargeldbezug mit der Kreditkarte. Entweder unbegrenzt oder du hast pro Kalenderjahr eine bestimmte Anzahl von Transaktionen umsonst zur Verfügung. Benutzt du das Haushaltskonto im Urlaub, kann diese Option sehr praktisch sein.

5. Bargeldbezug

Musst du regelmäßig Bargeld abheben, nutzt dir eine Bank, die für jede Transaktion am Geldautomaten eine saftige Gebühr einzieht, herzlich wenig. Achte daher darauf, dass du bei Partnerbanken kostenfrei abheben kannst. Alternativ kann in vielen Supermärkten, Drogeriemärkten und Baumärkten gebührenfrei Geld abgehoben werden.

Wird das Haushaltskonto hingegen nur für Daueraufträge genutzt und alle Zahlungen mit der Girokarte getätigt, ist ein dichtes Geldautomatennetz weniger relevant.

6. Daueraufträge

Miete, Nebenkosten, Strom, Fitness-Studio – die meisten Dinge des Alltags werden bequem mit Dauerauftrag erledigt. Das führen alle Banken online kostenlos für dich durch.

Tappe bei deinem Haushaltskonto allerdings nicht in die Kostenfalle Telefonüberweisung oder telefonische Einrichtung von Daueraufträgen – denn das kann ins Geld gehen!

7. Bargeld einzahlen

Normalerweise wird Geld auf das gemeinsame Konto überwiesen. Bei vielen Direktbanken sind Bargeldeinzahlungen auf das Haushaltskonto nicht möglich oder mit hohen Kosten verbunden.

Bist du auf diese Dienstleistung jedoch angewiesen, etwa, weil Kunden immer bar zahlen, kommen nur die comdirect und die norisbank infrage. Kunden der comdirect dürfen dreimal pro Jahr gebührenfrei Bargeld bei einer Filiale der Commerzbank einzahlen. Bei der norisbank sogar unbegrenzt an den Einzahlungsautomaten der Deutschen Bank.

8. Dispokredit

Ein Dispokredit ist keine Pflicht. Du kannst diese Option auch ablehnen, wenn sie dir von der Bank angeboten wird.

Falls du es doch nutzen möchtest oder weißt, dass du einen Dispokredit regelmäßig brauchst, ist es unabdingbar die verlangten Zinssätze zu vergleichen. Denn hier reicht die Spanne zwischen unter sieben Prozent bis weit über zehn Prozent.

9. Tagesgeld und Geldanlagen

Schön, wenn man Monatsende etwas übrig bleibt und für den gemeinsamen Urlaub zurückgelegt werden kann. Auf einem zum Gemeinschaftskonto gehörenden Tagesgeldkonto wird das Sparguthaben ab dem ersten Euro tagesaktuell verzinst.

Bleibt genug Geld über, um etwas anzulegen, kann bei manchen Banken mit wenigen Klicks ein Wertpapierdepot eröffnet werden.

10. Kontomodell

Ein Gemeinschaftskonto ist Vertrauenssache. Bei dem üblichen ODER-Konto können beide Kontoinhaber ohne Einverständnis des anderen frei über das Guthaben verfügen.

Bei dem UND-Konto, das nur von wenigen Geldinstituten angeboten wird, ist für jede Transaktion die Unterschrift des anderen Kontoinhaber notwendig.

11. Extras

Heute laufen viele Bereiche des Lebens zu großen Teilen digital ab. Du kannst dein Haushaltsgirokonto bei Filial- und Direktbanken via Onlinebanking führen. Noch praktischer ist es, die Geldgeschäfte via Smartphone mit einer entsprechenden App zu erledigen.

Besonders profitierst du, wenn in deinem Online-Gemeinschaftskonto ein Haushaltsbuch integriert ist – dann siehst du genau, wo das Geld hingeht und erkennst, in welchen Bereichen Sparpotenzial vorhanden ist.

Zusammenfassung

Ein Haushaltskonto ist geradezu ein Muss für eine Wohngemeinschaft, die ihre Finanzen perfekt organisieren will. Das gilt auch für Beziehungen. Denn sehr häufig gibt es Streit ums Geld, der sich mit einem Konto für die gemeinsamen Ausgaben in vielen Fällen schon im Vorfeld entschärfen lässt. Daneben sind solche Konten auch eine Investition in die Zukunft.

Paare, die mehr als nur Miete und Nebenkosten davon bezahlen möchten, können dank zusätzlicher Tagesgeldkonten und Depots Rücklagen bilden und eine Vermögensbildung in Angriff nehmen.

Wie unser Haushaltskonto Vergleich zeigt, reißt die Eröffnung eines solchen Kontos kein Loch in die gemeinsame Kasse. Denn die Angebote der Direktbanken sind häufig bedingungslos kostenlos.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Wer braucht ein Haushaltskonto?

Empfehlenswert ist das Haushaltskonto für Wohngemeinschaften sowie alle Paare, die gemeinsam in einer Wohnung leben. Auch Familien, in denen mehrere Generationen unter einem Dach wohnen, profitieren von einem Familienkonto.

4.6/5 (57 Bewertungen)

Wo finde ich ein kostenloses Haushaltskonto?

Ein kostenloses Haushaltskonto wird von vielen Direktbanken angeboten. Unser Vergleich listet die besten Angebote.

4.6/5 (57 Bewertungen)

Wie eröffne ich ein Haushaltskonto?

Unkompliziert eröffnet wird ein Haushaltskonto online. Dazu sind die Daten und Personalausweise beider Kontoinhaber notwendig. Wer sich für eine Filialbank entscheidet, kann dort einen Termin mit einem Kundenberater ausmachen.

4.6/5 (57 Bewertungen)

Wie viele Inhaber hat ein Haushaltskonto?

In der Regel ist das Konto auf zwei Kontoinhaber ausgelegt. Du hast jedoch die Möglichkeit, Vollmachten für Mitbewohner oder Familienmitglieder einrichten zu lassen.

4.6/5 (57 Bewertungen)

Brauche ich als Single ein Haushaltskonto?

Wir denken, dass jeder unabhängig von seinem Beziehungsstatus ein Haushaltskonto braucht. Mit einem Zwei-Konten-Modell ist es leichter, Rücklagen zu bilden. Suche dir unbedingt als Zweitkonto ein kostenloses Girokonto aus unserem Vergleich!

4.6/5 (57 Bewertungen)

Was passiert nach einer Trennung mit dem Haushaltskonto?

Das Haushaltskonto ist ein Gemeinschaftskonto. Das bedeutet, es ist für die Kontolöschung die Unterschrift beider Partner notwendig auf dem Kündigungsschreiben. Das Guthaben wird in der Regel aufgeteilt.

4.6/5 (57 Bewertungen)

Wie kündige ich ein Haushaltskonto?

Es gelten die Kündigungsbedingungen und Fristen der jeweiligen Bank. Bei manchen kannst du online mit einem Kündigungsformular das Konto auflösen lassen. Üblich bei Gemeinschaftskonten ist allerdings der Postweg.

4.6/5 (57 Bewertungen)
4.6/5 (57 Bewertungen)
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
2 Comments
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments
Dario

Commerzbank ist Schwindel! Es gilt nicht bei Eigenüberweisung als Geldeingang! Dabei hätten wir jedes Jahr min. 10k Umsatz generiert. Haben dort extra angerufen und gefragt. Bitte diese Bank sofort aus dem Vergleich als Haushaltskonto rausnehmen da es als Haushaltskonto nicht taugt! Danke.

Alessia Pewnew

Hallo Dario,

vielen Dank für deine Rückmeldung. Es klingt natürlich verlockend, ein kostenloses Girokonto zu führen. Aber das ist eben wie im Fall der Commerzbank nicht immer bedingungslos umsonst. Wir gehen einmal davon aus, dass du ein Girokonto mit kostenloser Kontoführung dort eröffnet hast und dich nun wunderst, wenn plötzlich Kontoführungsgebühren für dein Haushaltskonto verlangt werden. Vermutlich hast du jeden Monat selbst den geforderten Mindestgeldeingang von deinem Gehaltskonto auf das gemeinsame Konto überwiesen. Das gefällt der Commerzbank nicht und sie fordert – wie übrigens alle anderen Banken und Direktbanken, die einen Mindestgeldeingang verlangen – nun Kontoführungsgebühren.

Warum, fragst du dich, die 700 Euro sind doch auf das Konto geflossen. Ja, aber es handelt sich eben um Eigenüberweisungen und die werden von der Commerzbank und anderen Banken nicht akzeptiert. Denn das Geld muss entweder von deinem Arbeitgeber als Lohn oder Gehalt kommen. Auch Rentenzahlungen, Bafög oder Sold sind in Ordnung. Alles andere von der Eigenüberweisung bis zum Zuschuss von Oma wird leider nicht akzeptiert. Die Banken weisen darauf in ihren AGB hin. Wir bemühen uns in unseren Reviews ebenfalls, detailliert auf diesen Punkt hinzuweisen.

Der Mindestgeldeingang ist mit 700 Euro recht niedrig angesetzt. Wenn einer der beiden Partner sein Gehalt auf dieses gemeinsame Konto gehen lässt, sind die Bedingungen bereits erfüllt. Warum die Commerzbank kein bedingungslos kostenloses Girokonto mehr anbieten kann, liegt an der Filialstruktur. In fast jeder Stadt findet sich eine Commerzbank und deren Unterhalt und Personal kosten Geld. Ebenso wie die eigenen Automaten, an denen du überall gebührenfrei Bargeld abheben kannst. Wer sein Gehalt oder das des Partners auf die Commerzbank gehen lässt, hat unserer Meinung nach durchaus ein leistungsstarkes Haushaltskonto zur Verfügung.

Vielleicht möchtest du aber ganz bewusst keine Gehaltszahlung auf dein Girokonto für den Haushalt gehen lassen? In diesem Fall würden wir dir empfehlen, nach den Angeboten der Direktbanken zu schauen. Hier gibt es bedingungslos kostenlose Haushaltskonten auch ohne Mindestgeldeingang (z.B. bei der comdirect). Vorsicht ist allerdings bei Barabhebungen geboten – hier solltest du dich für Direktbanken entscheiden, die entweder die Infrastruktur von Cash Group oder CashPool nutzen oder dir es ermöglichen, Bargeld bei Handelspartnern und an der Tankstelle abzuheben. Wie hast du dich denn nun entschieden? Hast du schon eine neue Bank? Falls nicht, schau einfach in unserem Vergleich nach.

Herzliche Grüße,
Alessia von Gemeinschaftskonten24.de

Diese Website benutzt Cookies. Wenn du die Website weiter nutzt, gehen wir von deinem Einverständnis aus. Ok